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Kategorie: China ’87

Im China der 80er Jahre gab es fast keine Individualreisende. Als wir durch Indien und Nepal reisten, war uns noch gar nicht klar, dass die Reise uns weiter nach Tibet und China führen sollte. Zuerst gab es nur vereinzelte Gerüchte, dass die Grenze von Nepal nach Tibet nicht mehr ganz dicht war.
Als wir dann einen Amerikaner trafen, der tatsächlich von China über Tibet nach Nepal gereist war, haben wir uns in Kathmandu “einfach” ein chinesisches Visum besorgt und sind losgezogen …

Sandsturm unter dem Meeresspiegel

Sandsturm unter dem Meeresspiegel

Hört sich komisch an, ist es aber nicht. Turfan (Tulufan, Turpan) bzw. die Turfan-Senke liegt 150m unterhalb Normalnull. Und zwar mittenmang in China, in der “Autonomen Region” Xinjiang … (als wär in China irgendwas autonom gewesen…)

An den Sandsturm selbst kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern, aber an den Spaziergang danach. Allüberall war da dieses gelblich diffuse Licht.

Turfan ist ja nicht nur eine kleine idyllische Oase in der Wüste Schießmichtot, sondern auch eine, naja, ich sag’s mal: eine ziemlich hässliche Großstadt, Betonklötze und so. Es gab schöne Ecken (romantische, idyllische, beschauliche), aber drumherum halt ganz viel China. Ich weiß jetzt nicht wie das bei unseren Stadtplanern so war, aber in China wurde mit Sicheheit kein einziger Gedanke an sowas wie Schönheit verschwendet. Ich sach nur: Kulturrevolution.

Unser Plan war ja eigentlich, so wenig wie möglich mit China in zu Berührung kommen. Damit ist jetzt nicht das Land als solches gemeint, sondern eher die Atmosphäre. Zu jenen Zeiten (’87) war China schlicht und ergreifend: restriktiv. Und zwar in jeder Hinsicht.

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