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Kategorie: Iran ’99

Der Wert einer Reise

Der Wert einer Reise

… bemisst sich aus den Erinnerungen (ja, Geschäftsreisen müssen leider draußen bleiben …).

Erinnerungen entfalten sich in Schichten, isso.
Wenn man sich das wie bei einer Zwiebel vorstellt (es soll Leute geben, die noch nie eine Zwiebel geschält haben … ), dann wäre die äußerste Schicht diejenige Erinnerung, die im Vordergrund steht, die am schnellsten verfügbar ist bzw die am lautesten schreit. Und es wäre die, die den wenigsten Gehalt an Emotionen aufweist, weil sie durch ihre Nähe zu  oxidierenden Umwelteinflüssen schon ein wenig Substanz verloren hat.

Zusammen mit dem “Boah ey Effekt”, der plakative Erinnerungen ja eh schon vorne auf die Erinnerungsliste schreibt, multipliziert sich das dann dahingehend, dass die etwas zarteren Schichten der ohnehin nicht ganz so spektakulären Erinnerungen  von unserem Bewusstsein relativ unbehelligt bleiben.

Für manche stellt dies überhaupt kein Problem dar, weil sie u.U. gar keine leisen oder zarten Erinnerungen gesammelt haben. Die wissen nicht, oder es stört sie nicht, dass unter der Oberfläche Liegendes sich gar nicht hoch traut, wenn man oben zu viel Bohei macht. Oder dass man gar nicht ahnen kann (um mal eine weitere Analogie zu bemühen …) wie tief das Wasser sein könnte, wenn man nur oberflächliche Reflektionen beobachtet.

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